„Antijüdische Hetzparolen sind eine Schande!“

„Antisemitismus ist Menschenverachtung. Wir müssen klar herausstellen, dass Judenhass und Rassismus in unserer Mitte niemals wieder einen Platz haben dürfen und wir diesen auf das Schärfste verurteilen“, so die Vorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises (EAK) Bremen, Elisabeth Motschmann. Sollten bei der für heute angekündigten pro-palästinensischen Großdemonstration in Bremen antisemitische Parolen skandiert werden, so müsste diesen konsequent begegnet werden.

„Wir brauchen in unserem Land eine Willkommenskultur für Flüchtlinge, Asylanten und alle Menschen mit Migrationshintergrund. Aber auch unsere Willkommenskultur hat ihre Grenzen. Judenfeindliche,  antidemokratische, hasserfüllte Fanatiker brauchen wir nicht! Sie sind in unserem Land nicht willkommen“, erklärt die Vorsitzende. Kritik am militärischen Vorgehen Israels müsse möglich sein – insbesondere unter Freunden. Niemals dürfe diese Kritik jedoch antisemitistische Züge annehmen.

Elisabeth Motschmann: „Unsere Geschichte hat uns gelehrt, welche Folgen es mit sich bringt, wenn Antisemitismus nicht von Anfang an und mit allen rechtlichen Mitteln in die Schranken gewiesen wird. Unsere Meinungsfreiheit darf nicht auf diese Art und Weise missbraucht werden. Antijüdische Hetzparolen, wie  „Kindermörder Israel!“, „Israel – Terroristen!“ oder „Zionisten sind Faschisten!“, die kürzlich in Bremen bei einer Kundgebung  laut wurden, sind eine Schande!“

Derselbe Personenkreis, der am heutigen Nachmittag gegen 17:00 Uhr unter dem Motto „Für Gerechtigkeit und Frieden in Palästina“ demonstrieren will, war bereits schon an anderen antisemitischen Spontandemonstrationen in Bremen beteiligt.

 

 Elisabeth Motschmann ist Vorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises (EAK) Bremen. Darüber hinaus ist sie seit der Bundestagswahl 2013 als CDU-Abgeordnete für das Bundesland Bremen im Deutschen Bundestag