„Brexit-Verhandlungen sind eine Enttäuschung“

Zu den Ergebnissen der dritten Verhandlungsrunde zum Brexit erklärt die Bremer CDU-Bundestagsabgeordnete und Berichterstatterin für Großbritannien im Auswärtigen Ausschuss, Elisabeth Motschmann:

 

„Die laufenden Verhandlungen der Europäischen Union und Großbritannien über den Brexit sind eine Enttäuschung. In der dritten Verhandlungsrunde sind wir einem geordneten und für alle Seiten zufriedenstellenden Austritt Großbritanniens nicht näher gekommen. Die Verhandlungen ziehen sich hin. Kostbare Zeit geht verloren.

Dies schadet nicht nur der Europäischen Union, sondern auch Großbritannien massiv. Vertrauen geht verloren. Unter dem Verlauf der Brexit-Verhandlungen leidet besonders die Wirtschaft.

Um das Vertrauen der Unternehmen nicht zu verlieren, müssen die Verhandlungen zügig und geordnet geführt werden. Nur so haben die Unternehmen Planungssicherheit. Das Hin und Her kostet Investitionen, die nicht getätigt werden, wirtschaftliches Wachstum und damit letztlich Arbeitsplätze – auf beiden Seiten des Ärmelkanals.

Es ist dringend geboten, die Verhandlungen zügig und entsprechend der Vereinbarungen fortzusetzen. Dies bedeutet, dass wir erst über die Modalitäten eines Austritts verhandeln und dann über die zukünftigen Beziehungen sprechen. Nur so lassen sich die Verhandlungen zu einem Erfolg führen.

Enge wirtschaftliche und politische Beziehungen zwischen der Europäischen Union und Großbritannien sind im Interesse aller.“