Elisabeth Motschmann: “Härtere Strafen bei Gewaltdelikten gegen Frauen!”

“Wir brauchen härtere Strafen bei Gewaltdelikten gegen Frauen und eine Verlängerung der Verjährungsfrist bei sexuellem Missbrauch,” erklärt die Vorsitzende der Frauen Union Bremens und Bundestagsabgeordnete Elisabeth Motschmann. Die kürzlich veröffentlichte Untersuchung “Gewalt gegen Frauen” der EU-Grundrechte-Agentur (FRA) belege diese Forderung. Demnach gaben 33 Prozent der befragten Frauen im Alter zwischen 18 und 74 Jahren an, seit ihrem 15. Lebensjahr körperliche oder sexuelle Gewalt erfahren zu haben. “Und hier sind die Frauen, die ihren Miss-brauch nicht zur Anzeige gebracht haben, noch gar nicht miteinbezogen”, so Motschmann.

“Wir dürfen ein solches Ergebnis nicht unbeachtet stehen lassen. Frauen, denen Gewalt angetan wurde, sind auch Jahrzehnte danach noch traumatisiert. Ich sehe es als eine gesellschafts- und bildungspolitische Aufgabe, die Aufklärungsarbeit zu stärken und eine Enttabuisierung dieses Themas zu erwirken”, erklärt sie.

Am häufigsten ereigne sich die Gewalt gegen Frauen im Internet, zu Hause oder im Job. Internet-Provider und soziale Kommunikationsplattformen wie Facebook&Co müssten Polizei und Stalking-Opfer intensiver bei der Verfolgung der Täter unterstützen. Aber auch auf EU-Ebene könne man et-was tun: “Wir müssen allen EU-Mitgliedsstaaten verdeutlichen, dass die Ratifizierung der Istanbul-Konvention ein wesentlicher Schritt zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen ist (Istanbul-Konvention: Übereinkommen zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt). Auch die uneingeschränkte Umsetzung der EU-Opferschutz-Richtlinien muss von den EU-Ländern sichergestellt werden”, erklärt die Vorsitzende der Frauen Union Bremens. Darüber hinaus müsse man auch jene Gesetze der jeweiligen EU-Mitgliedstaaten verschärfen, die sich mit Stalking beschäftigen, um so einen umfassenderen Opferschutz gewährleisten zu können.

Elisabeth Motschmann ist seit der Bundestagswahl 2013 CDU-Abgeordnete für das Bundesland Bremen. Neben ihrem Amt im Bundestag ist sie Landesvorsitzende der Frauen Union (FU) Bremen, Landesvorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises der CDU (EAK) Bremen und Mitglied im Bundesvorstand des EAK als auch im Bundesvor-stand der CDU Deutschlands.