„Europa hört auf Europa zu sein, wenn Brüssel sich in der Flüchtlingsfrage nicht einigt“

„Dass die EU-Innenminister sich gestern noch nicht auf eine gerechte Verteilung der Flüchtlinge einigen konnten und diese wichtige Entscheidung auf Oktober vertagt haben, empfinde ich als enttäuschend“, so die Bremer Bundestagsabgeordnete Elisabeth Motschmann.

„Eine humanitäre Lösung muss im Schulterschluss mit allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union getroffen werden und zwar schnell“, erklärt sie. Länder, die keine Flüchtlinge aufnehmen würden, hätten Europa nicht verstanden. Trotz der großen Probleme, die mit der Aufnahme so vieler Flüchtlinge verbunden seien, könne Europa diese Herausforderung bewältigen. Deutschland allein könne es jedoch nicht.

Elisabeth Motschmann: „Europa ist eine Wertegemeinschaft. Werte wie Solidarität und Humanität gehören unabdingbar dazu. Diese Werte müssen sich in der augenblicklichen Situation bewähren. Das ist eine große Aufgabe und Herausforderung, zugleich aber auch eine Chance.“

Die meisten Flüchtlinge seien der Hölle des Krieges entkommen. Terror, Mord, massenhafte Hinrichtungen und Vergewaltigungen seien der Grund dafür, dass sie ihre Heimat verlassen haben. Daher sei es umso wichtiger, dass nun endlich eine Lösung für die akuten Probleme gefunden würde. Denn: „Europa hört auf Europa zu sein, wenn es nicht gelingt, den Flüchtlingen Zuflucht zu gewähren und ihnen ein menschenwürdiges Leben in Frieden und Freiheit zu ermöglichen“, so die Christdemokratin Elisabeth Motschmann abschließend.