Frauen weltweit vor Versklavung schützen

„Die Ausbeutung von Frauen ist und bleibt in vielen Ländern der Welt leider an der Tagesordnung. In vielen Krisengebieten werden Frauen zur Zielscheibe von Gewalt. Insbesondere die sexuelle Gewalt wird auch als Mittel der Kriegsführung eingesetzt“, so Elisabeth Motschmann, Vorsitzende der Frauen Union in Bremen anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am 25. November 2014. Die CDU-Politikerin verweist auf die Schilderungen von Gräueltaten des sog. „Islamischen Staates“ (IS) gegen Frauen und Mädchen in Teilen von Syrien und im Irak, wonach Frauen von den IS-Truppen vergewaltigt, zwangsmissioniert, verkauft und versklavt werden. Weiteres Beispiel sei die Entführung Hunderter von Frauen und Mädchen durch die Islamisten von Boko Haram.

Elisabeth Motschmann zeigt sich zudem besorgt über den weltweit florierenden Menschenhandel. Schätzungen gehen von fast zweieinhalb Millionen Opfern aus, davon sind 80 Prozent Mädchen und Frauen. Gesicherte Daten sind schwer zu bekommen. „Diese Frauen und Mädchen werden als Arbeitssklaven in der Landwirtschaft, im Bau oder als Hausangestellte buchstäblich verschachert. Und ein großer Teil von ihnen landet in der Prostitution. Zwangsprostitution ist die schlimmste Form der Ausbeutung von Frauen“, so Motschmann.

Die Christdemokratin fordert, den Opferschutz national wie international besser aufzustellen. „Das rot-grüne Prostitutionsgesetz von 2002 hat sich leider nicht bewährt. In die zurzeit in Berlin laufenden Verhandlungen zu einer Novellierung des Prostitutionsgesetzes muss endlich Bewegung kommen! Wir können international nur glaubwürdig auftreten, wenn wir auch in Deutschland konsequent gegen den Menschenhandel und die Zwangsprostitution von Frauen vorgehen“, erklärt Elisabeth Motschmann.

Die Frauen Union der CDU Deutschland fordert seit Jahren ein umfassendes Maßnahmenpaket gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution.