Getrennter Sportunterricht ist eine Rolle rückwärts in die Steinzeit

Anlässlich der Debatte über einen getrennten Sportunterricht für Jungen und Mädchen, zu dem der SPD-Bundeskanzlerkandidat Peer Steinbrück ermuntert, erklärt die Bremer CDU-Spitzenkandidatin für die Bundestagswahlen, Elisabeth Motschmann:

„Sport verbindet. Deshalb ist der gemeinsame Sportunterricht von muslimischen Mädchen und Jungen wichtig für die Integration in unserem Land. Herr Steinbrück erreicht mit seinem Vorschlag das Gegenteil von Integration: er spaltet. Ein getrennter Sportunterricht ist kein Zeichen von religiöser Toleranz, sondern eine Rolle rückwärts in die Steinzeit. Sein Vorschlag kommt einem Foul an der Gleichberechtigung von Mann und Frau gleich. Sport eignet sich besonders für ein gemeinsames Lernen, für gegenseitige Rücksichtnahme und für ein gutes Miteinander beider Geschlechter. Es kann nicht sein, dass wir Toleranz gegenüber dem Islam so missverstehen, dass wir darüber die Gleichberechtigung von Mann und Frau infrage stellen. Zusammenführen ist besser als Trennen, wenn wir das Zusammenleben verschiedener Kulturen und Religionen befördern wollen.“

Elisabeth Motschmann fordert den Bremer Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) auf, sich von den Äußerungen Peer Steinbrücks zu distanzieren: „Weder integrationspolitisch noch frauenpolitisch wollen wir das Rad der Geschichte zurückdrehen und Fehler der Vergangenheit wiederholen. Moderne Integrationspolitik erfordert klare Konzepte, die zukunftstauglich sind.“