„Härtere Sanktionen gegen Russland sind das Gebot der Stunde“

„Putin muss gestoppt werden!“, erklärt Elisabeth Motschmann, Mitglied des Auswärtigen Ausschusses im Deutschen Bundestag. Alle diplomatischen Bemühungen und moderaten Sanktionen, ihn zum Einlenken zu bewegen, zeigten keinen erkennbaren Erfolg.

Im Gegenteil, die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen russischen Separatisten und ukrainischen Soldaten gingen weiter. Sie forderten immer mehr Tote – auch unter den Zivilisten. Die Bergung der Opfer des Todesfluges Malaysia Airlines MH 17 werde behindert, gleiches gelte für die Aufklärung der Absturzes.

„Putin trägt eine große Mitverantwortung für den Zerfall der Ukraine und für die Kämpfe in der Ost-Ukraine. Deshalb sind härtere Sanktionen das Gebot der Stunde!“, so Motschmann.

„Ich meine:

– weitere wirtschaftliche Sanktionen

– Reduzierung der Gaslieferungen aus Russland

– Eindämmung des Zugangs zu den europäischen Finanzmärkten und

– die Verlegung der Fußball-Weltmeisterschaften 2018.“

Elisabeth Motschmann: „Der Austragungsort einer WM ist immer ein großer Imagegewinn des Austragungslandes.“ Der Staatschef des Gastgeberlandes bekomme eine „mediale Bühne“ weltweit. Das wäre – sollte es bei Russland bleiben – Sympathiewerbung für Wladimir Putin.

„Der Gedanke, dass Putin der Profiteur einer Weltmeisterschaft werden könnte, ist unerträglich. Wer weiß, wie wichtig die WM-Ausrichtung für Putins Prestige ist, für den darf der Entzug der WM kein Tabu sein.“ erklärt die Bremer Bundestagsabgeordnete. Sie fordert die FIFA auf, einen Alternativstandort zu suchen – z.B. Deutschland.

„Wir haben gezeigt, dass wir es können und wir sind bestens gerüstet. Die deutschen Fußballfans würden jubeln. Nur einer wäre sauer: Putin. Und das stört uns nicht. Denn ein deutsches Sommermärchen 2018 wäre tausendmal besser als jede Putin-Propaganda!“ “, so Motschmann.