„Ich empfehle: Impfpflicht umsetzen“

Anlässlich der Prognose des Robert Koch-Instituts, dass 2017 ein Jahr mit vielen Masernfällen werden könnte und erneute Todesfälle nicht ausgeschlossen seien, erklärt die Bremer CDU-Bundestagsabgeordnete, Elisabeth Motschmann:

„Die Impfung unserer Kinder und Enkelkinder ist eine der größten Errungenschaften zur Prävention von Krankheiten und deren Folgen. Das hohe Gut der Gesundheit darf nicht durch einen falschen Zeitgeist aufs Spiel gesetzt werden. Denn wer nicht impft, gefährdet das Leben anderer. Deswegen plädiere ich in bestimmten Fällen für eine Impfpflicht!

Wer sein Kind gesund durch Kindergarten und Schule bringen will, sollte auf Nummer sicher gehen und impfen lassen – zumindest gegen Masern, Mumps, Diphtherie, Tetanus, Kinderlähmung, Röteln und Windpocken. Die bisherige verpflichtende „Impfberatung“, bevor ein Kind in die Kita geht, ist eine gute Sache, aber leider nicht ausreichend.

Die o.g. Krankheiten sind keine harmlosen „Kinderkrankheiten“, sondern können tödlich sein. Ungeimpfte Kinder sind nicht nur selbst gefährdet, sondern gefährden durch das hohe Ansteckungsrisiko auch die Gesundheit – und damit das Leben – anderer. So zum Beispiel Säuglinge die aufgrund des Alters selbst noch nicht geimpft werden konnten oder Kinder und Erwachsene, denen die Zweitimpfung fehlt. Falsch verstandene Wahlfreiheit darf nicht Menschenleben gefährden! Insbesondere dann nicht, wenn wir bei uns das Glück haben, dass Impfstoff für alle zur Verfügung steht und kostenlos ist. Italien hat aufgrund der Masernepidemie bereits durchgegriffen und eine Impfpflicht eingeführt. Wer nicht gegen bestimmte Krankheiten impft, erhält keinen Kita-Platz.

Die Kindersterblichkeit in der westlichen Welt ist durch die Impfmöglichkeit gegen die genannten Krankheiten seit den 50er Jahren stetig gesunken. Manche Krankheiten waren sogar bis vor kurzem vollkommen verschwunden. Wer hier also die Uhr zurück drehen will, gefährdet die Gesundheit unserer Kinder.“