Reformationstag dauerhaft zum Feiertag erklären!

Die Bremer CDU-Bundestagsabgeordnete und Landesvorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises der CDU/CSU Elisabeth Motschmann erklärt:

 

„Das Reformationsjubiläum ist ein guter Anlass, um den Reformationstag ab 2017 dauerhaft zu einem gesetzlichen Feiertag in Deutschland zu machen. Dies sollte in allen Bundesländern beschlossen werden, in denen der Reformationstag bisher ein normaler Arbeitstag ist – auch in Bremen.  Es wird der Bedeutung Martin Luthers nicht gerecht, wenn man den 31. Oktober 2017  nur einmalig zum Feiertag erklärt.

Die Reformation war eine der größten Revolutionen des menschlichen Geistes-, Gesellschafts- und Kulturlebens. Mit der Bibelübersetzung legte Martin Luther den Grundstein für die deutsche Schriftsprache. Seine berühmte Schrift „Von der Freiheit eines Christenmenschen“ trug maßgeblich dazu bei, dass in unserem Kulturkreis Meinungs-, Rede- und Glaubensfreiheit zu Grundrechten wurden.

Diese Grundrechte und Werte waren und sind nicht selbstverständlich, weder in der Geschichte noch in unserer Zeit. Meinungs-, Rede und Glaubensfreiheit werden immer wieder bedroht. Es ist darum sinnvoll und wichtig, sich auf freiheitliche und religiöse  Werte und Traditionen zu besinnen. Deshalb wäre es ein richtiges Signal, den Reformationstag über das Jubiläumsjahr hinaus als gesetzlichen Feiertag zu verstätigen.

Weil Feiertage grundsätzlich von den Bundesländern beschlossen werden, wäre die Einführung eines zusätzlichen, festen Feiertages in Bremen besonders einfach. Während andere Bundesländer 11, 12 oder sogar 14 gesetzliche Feiertage im Jahr haben, sind es in Bremen bisher nur 9. Wird ein weiterer Feiertag in Bremen beschlossen, gleichen sich diese Zahlen einander an. Das wäre naheliegend und wünschenswert.“